
Arbeite mit Ton-in-Ton-Verläufen, die über Materialwechsel betont werden. Ein olivfarbener Teppich unter der Couch, der ein Echo in Kissen und einer Vase findet, hält den Bereich zusammen. Die Kücheninsel kann denselben Grundton besitzen, jedoch zwei Stufen stärker gesättigt. So liest das Auge Zusammengehörigkeit und Unterschied gleichzeitig, ganz ohne schrille Kontraste.

Sanfte Kanten sind mächtiger als harte Stoppzeichen. Lasse eine Wandfarbe innen an der Regalrückseite weiterlaufen, um die Lesezone subtil zu rahmen. Sockelleisten oder Stuckleisten können als Trägermedium dienen, das Nuancen wechselt. Entscheidend ist, dass Linien logisch enden, an Materialstößen andocken und Bewegungen nicht abrupt unterbrechen, sondern freundlich begleiten.

In kompakten Wohnungen helfen weiche Abstufungen, damit das Volumen großzügig bleibt. Nutze helle, gebrochene Töne für Verbindungsflächen und setze die kräftigeren Akzente nur dort, wo Verweilen gewünscht ist. Spiegelungen auf zu glänzenden Lacken vermeiden, damit Grenzen nicht hektisch flirren. Mattierungen, naturbelassene Holzfarben und textiler Glanz schaffen Ruhe und Nähe.